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Albrecht A. Bopp

Es sind vielfach nur Erinnerungen an bestimmte Objekte - industrielle Komplexe, markante Punkte in der Stadt oder draußen, auch Hochöfen, Kraftwerke und Pumpstationen in der Ferne, die dem Künstler über Jahre hinweg präsent geblieben sind, die sich nun überlagern und neu zusammensetzen. Es sind in gewisser Weise Versatzstücke der Heimat, der näheren Umgebung und seines Heimat-Lands im weiteren Sinne.
Und auch Bopp verbindet sie mit bestimmten Vorstellungen: in seinem Fall von Verbindungen, ja mehr noch: dem Verbundensein von Natur und Technik - d a s Grundthema seines Oeuvres. Er stellt also die Wirklichkeit in Frage, ordnet sie neu unter dem Aspekt seiner Erkenntnisse, Erfahrungen, Empfindungen. Aber er verheimlicht diese Dimension nicht, sondern legt sie durch sein künstlerisches Eingreifen offen.
Seine Heimat - wie sie ist und wie er sie sieht - erfasst er durch Erfahrung und zugleich Bearbeitung der Wirklichkeit, und dieser Prozess zielt ab auf die "gesamte Bandbreite mit all ihren dialektischen Widersprüchen" , wie Prof. Albrecht Leuteritz schon 1994 geschrieben hat. Was Bopp von den vorgeblichen Heimat-Abpinslern unterscheidet ist die Tatsache, dass er seine Vorstellung von Heimat, dass er seine Absichten, die er mit ihrer Darstellung verbindet, buchstäblich herausstreicht: durch eine veränderte Farbgebung durch eine neue Zuordnung von Bildteilen durch eine fast schon abstrahierende Raumaufteilung Dass es dem Künstler nicht um Realitätsnähe geht, machen als erstes die blassen, meist wenig kontrastreichen Farben augenfällig: Sein Weiß, seine fahlen Blau- und Rottöne - in einigen Arbeiten jetzt auch die Reduzierung auf ein Grauspektrum - lassen Gebäude, technische Details und umgebende Natur gleichermaßen künstlich wirken.
Zugleich platziert Bopp vermeintlich Bekanntes vor einem neuen, einem irrealen Hintergrund: Damit stört er den Wiedererkennungseffekt, schafft einen neuen Zusammenhang, neue Räume, eine neue Wirklichkeit.

Auszug aus der Einführung von Michael Zerhusen zur Ausstellungseröffnung Albrecht A. Bopp, raum für kunst Horb,

Josef Nadj

Nadj verbrachte seine Jugend in Serbien. Von 1970 bis 1974 studierte er beim Grafiker und Maler Gerd Neisser an der Freien Kunstschule Stuttgart, anschließend von 1975 bis 1981 Bildhauerei bei Herbert Baumann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1981 ist Nadj freiberuflich als Bildhauer und Zeichner tätig und lebt in Dettingen, einem Ortsteil von Horb am Neckar. Seit 2004 ist er ehrenamtlicher Ortsvorsteher der Ortschaft. Nadj ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg.
Nadj arbeitet als Bildhauer meist en taille directe, d. h. unmittelbar aus dem Stein heraus. Sein bevorzugtes Material ist Granit, den er selbst in Steinbrüchen aussucht.
Seine Zeichnungen nennt er oftmals grafische Skulpturen. Stille Objekte, die aus der Feder von Nadj ihre eigene skulpturale Dynamik entwickeln. Der Bildhauer sagt: Zeichnungen haben manchmal für mich Tagebuch-Charakter. Das ist für mich das Skizzieren von Ideen, ohne darüber nachzudenken, ob das Ganze auch in 3-D als Skulptur funktioniert. Und genau diese Ideen-Skizzen haben ihren ganz eigenen Reiz. Josef Nadj sagt hierzu "Jedes Bild ist ein Experiment im Prozess. Ein Strich, die Verdichtung, die Schraffur, sie löst jedes Mal neue Assoziationen hervor, auf die du reagierst. "Dabei arbeitet er auch gerne mit Farben.. Beispielsweise Eisen 3-Chlorid, eine Farbe, die sich durch die Oxidation verändert und vom leuchtenden Gelb zum Ocker wird."

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